Magazin

Einblicke in das Bundesland Tirol

Verfasst von
office@tieraerzteverlag.at
Veröffentlicht am
21.02.26

Inhaltsverzeichnis

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Tierärztin Tanja Warter

Ausgabe 02/2026

Thema Notdienst Kleintier

Erste Schritte zur Verbesserung wurden 2017 gesetzt: Damals richtete das Land ein zentrales Kleintier-Notdiensttelefon ein. Telefonistinnen, bezahlt vom Land, vermittelten Tierhalterinnen und Tierhalter zwischen Samstagmittag und Montagfrüh sowie feiertags an ­Praxen, die für die jeweiligen Termine Bereitschaftsdienst angeboten hatten.

Neuerung im Juli 2025

Das Land Tirol nahm für die Abgeltung von Bereitschaftsdiensten der Tierärztinnen und Tierärzte insgesamt eine Summe von 1,6 Millionen Euro in die Hand. Seither gibt es für einen Wochenend-Bereitschaftsdienst 774 Euro brutto. Die Erreichbarkeit ist über eine zentrale Nummer gesichert. Im besten Fall ist pro Bezirk je eine Kleintierpraxis für Notfälle geöffnet. „Und wenn einmal ein ­Bezirk nicht abgedeckt ist“, so Landes­veterinärdirektor Dr. Matthias Vill, „dann sind die Fahrtstrecken jedenfalls zumutbar.“ Inzwischen habe auch die Stadt Innsbruck mit einem vergleichbaren Modell nachgezogen – hier gebe es auch unter der Woche nachts für Kleintierärzte in Bereitschaft eine Vergütung.

Fläche:Rund 12.600 Quadratkilometer
Höchster Punkt:Großglockner (3.798 m)
Tiefster Punkt:Erl (465 m)
Anzahl Rinder:173.275 (Stand 1. Juni 2025, Statistik Austria)
Anzahl Schweine:11.381 (Stand 1. Juni 2025, Statistik Austria)
Anzahl Gemeinden/Städte:277
Anzahl Tierärzt*innen:250 (davon 113 Nutztierärzt*innen; Stand: September 2024)
Anzahl Hunde in Innsbruck:ca. 4.500

Thema Versorgungssicherheit Nutztier

Für Gegenden, in denen es Versorgungsprobleme gibt, bietet das Land jungen Tierärztinnen und Tierärzten eine Niederlassungsprämie von 25.000 Euro an. Diese wurde auch schon mehrfach in Anspruch genommen.
In den Regionen Paznaun und Landeck haben sich Tierhalterinnen und Tierhalter zusammengeschlossen, die Großtierpraktikern mit einer „Pro-Tier-Pauschale“ die Grundfinanzierung erleichtern wollen. Dieses Projekt wird von regionalen Standesvertretungen der Landwirtschaft mitgetragen.

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